DIY Knotenkissen

geschrieben von Theresa 17. November 2016
DIY Knotenkissen

In Wohnzeitschriften und auf Instagram findet man sie derzeit wirklich überall: Knotenkissen. Die trendigen Kissen gibt es in gestrickten oder genähten Varianten, in ganz verschiedenen Farben und mit diversen Materialien, auf unterschiedlichste Weise geknotet. Ich fand sie so toll, dass ich kurzerhand beschlossen habe, selbst eines zu nähen. Auch wenn das Endergebnis vielleicht kompliziert aussieht, war es tatsächlich gar nicht so schwer sich einfach selbst ein Unikat von Knotenkissen anzufertigen. Gut, das Nähwissen meiner Schwiegermutter in spe war unerlässlich, weil ich noch ein absoluter Nähanfänger bin. So haben wir aber einen tollen -durch das Kissenstopfen vielleicht auch etwas langwierigen- aber definitiv unvergesslichen Nachmittag zusammen verbracht. Übrigens war mein Knotenkissen ein Geburtstagsgeschenk für die liebe Svenja und kam nicht nur bei ihr gut an, sondern auch hier im Netz, sodass es als „Geschenkidee für die beste Freundin“ im OTTO Magazin vorgestellt wurde und später sogar auch im Alpenwelt Magazin geteasert wurde, worüber ich mich natürlich sehr gefreut habe!

Für das Knotenkissen benötigst du: 

Jerseystoff in der Farbe deiner Wahl

eine Stoffschere

eine Nähmaschine

Nähgarn in der passenden Farbe zum Stoff

Füllwatte

ein altes Staubsaugerrohr

Stecknadeln

ein Maßband

einen Besenstiel

Als erstes muss natürlich der Stoff zugeschnitten werden. Wir benötigen 4 Stücke Stoff mit den Maßen: 15cm x 150cm. Daraus werden später die Schläuche für das Kissen genäht. Beim Stoffzuschneiden solltest du darauf achten, wie das Muster des Stoffs verläuft. Schneide alle Stoffstücke parallel zum Verlauf des Musters! Wenn alles zugeschnitten ist, müssen zuerst alle Stoffbahnen aneinander genäht werden. Dafür legst du diese hintereinander (sodass ein sehr langes Stoffstück entsteht) und steckst sie auf der linken Seite des Jerseystoffs mit Stecknadeln zusammen.

Dann kannst du den Stoff auch schon zusammennähen und danach die Nahtzugabe umbügeln. Falte jetzt alles längs auf die Hälfte. Achte darauf, dass die linke Seite jetzt oben liegt und stecke alles mit Stecknadeln ab, bevor du den sehr langen Stoffschlauch auch schon zusammennähst. Wir haben eine einfache Naht mit Stichlänge 3 genutzt. Es bietet sich allerdings an, eine elastische Naht (extra für dehnbare Stoffe wie Jerseystoffe) zu nehmen. Das würde ich beim nächsten Mal auch machen, denn eine einfache Naht reißt sehr schnell, wenn der Stoff gedehnt wird.

Wenn der Stoffschlauch fertig ist, muss er erst wieder auf rechts gezogen werden. Da das bei der Länge nicht so einfach ist, nimmst du am besten eine große Sicherheitsnadel zur Hilfe. Diese befestigst du an einem Ende des Schlauchs und stülpst dann den Stoff um. Jetzt kannst du die Sicherheitsnadel Stück für Stück weiter durch den Schlauch ziehen, bis der komplette Stoff auf rechts gestülpt ist.

Dann geht es auch schon ans Füllen des Kissens. Das ist der mit Abstand langwierigste Teil des ganzen DIYs. Um den kompletten Schlauch zu füllen, benutzt du am allerbesten ein altes Staubsaugerrohr (das natürlich innen sauber ist). Man kann alternativ auch die Papprollen einer Geschenkpapierrolle benutzen. Allerdings sind uns die Papprollen nach einer Zeit immer kaputt gegangen. Ich würde dir daher das stabilere Staubsaugerrohr oder etwas ähnliches empfehlen. Außerdem brauchst du auch noch einen Besenstiel um die Füllung durch das Rohr zu schieben.

Schiebe also erst den kompletten Stoff auf das Rohr und dann gehst du eigentlich wie beim „Wursten“ vor. Du schiebst Füllwatte durch das Rohr und am hinteren Ende muss der Stoff natürlich Stück für Stück mit Füllwatte gefüllt und vom Rohr geschoben werden. Das Ende des Stoffs sollte vorübergehend geschlossen werden. Dafür haben wir wieder die Sicherheitsnadel benutzt. Damit die Füllwatte nicht ständig im Rohr stecken bleibt, kannst du alles nochmal mit dem Besenstiel nachdrücken.

Jetzt wird geknotet

Wenn dann der komplette Kissenschlauch mit Füllwatte gefüllt ist, verschließt du beide Enden mit einer Sicherheitsnadel und dann wird der Knoten geformt. Da das mit Worten wirklich sehr schwer zu beschreiben ist, habe ich euch Schritt für Schritt des Knotens fotografiert:

Wenn du den Knoten wie auf den oberen Bildern geformt hast, musst du ihn nur noch stramm ziehen. Du wirst merken, dass ein großes Stück des Schlauchs dann über ist und abgeschnitten werden kann. Natürlich hätte man von vorneherein einen kürzeren Schlauch nähen können aber dann lässt sich der Knoten sehr schlecht formen. Deshalb habe ich den Knoten einfach stramm gezogen und dann das überstehende Ende passend abgeschnitten. Achte darauf, dass du den Kissenschlauch nicht zu kurz abschneidest, denn er sollte noch mit dem anderen Ende zusammengenäht werden.

Wenn du die Schlauchenden dann per Hand zusammengenäht hast, ist das Knotenkissen fertig. Für ein bisschen mehr Inspiration, wie du das Knotenkissen dekorieren kannst, empfehle ich dir den Hashtag #knotpillow auf Instagram. Das Kissen macht sich auf jeden Fall gut auf dem Bett neben einem süßen kleinem Hund oder auch auf der Couch.

Ich hoffe dir hat das DIY gefallen. Kanntest du die Knotenkissen schon und wie gefallen sie dir? Schreib mir gerne deine Meinung in den Kommentaren und ich freue mich natürlich wenn du es vielleicht sogar selbst ausprobierst!

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6 Kommentare

Evelin Paskert 11. April 2017 - 13:53

Hallo
Ich bin ganz begeistert von meinem Kissen. Man kann es anhand der Fotos gut nachmachen!
LG

Reply
Theresa 11. April 2017 - 14:15

Hallo Evelin,
Danke für dein liebes Feedback! Freut mich sehr, dass dir die Anleitung mit den Fotos weitergeholfen hat. Ganz viel Spaß mit deinem Knotenkissen!
Liebe Grüße,
Theresa

Reply
Knotenkissen › Kreativanker - Selbstgemacht Hoch 3 15. Mai 2017 - 19:46

[…] habe mich für diesen hier entschieden, da ich mein Kissen als Bodenkissen nutzen […]

Reply
Jenny 16. Mai 2017 - 8:35

Tolle Idee, gefällt mir sehr gut 🙂

Reply
Theresa 10. August 2017 - 19:13

Dankeschön! 🙂

Reply
11 DIY-Ideen für kuschelige Kissen zum selber machen | Alpenwelt 25. Oktober 2017 - 12:40

[…] Eine detaillierte Anleitung mit genauen Bildern findest du hier. […]

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