Rezension – Der Sommer in dem die Zeit stehenblieb

geschrieben von Theresa 13. April 2015
Rezension – Der Sommer in dem die Zeit stehenblieb

Da so schönes Wetter war und ich gerade ein wirklich tolles Buch gelesen habe, habe ich mir mal die Mühe gemacht ein paar besondere Fotos davon zu knipsen. Denn unser Pflaumenbaum blüht derzeit und das passte farblich so gut zu dem Umschlag des Buches. Wie ihr oben schon erkennnen könnt, habe ich „Der Sommer in dem die Zeit stehenblieb“ von Tanya Stewner gelesen. Gerade bin ich dann also ein bisschen unter unserem Baum rumgehampelt und gesprungen um das perfekte Foto für meine Rezension zu machen. Was sagt ihr zu dem Ergebnis?

Jetzt aber zu dem eigentlichen Thema dieses Beitrages, nämlich der Rezension zu „Der Sommer in dem die Zeit stehenblieb“. In dem Buch geht es um Juli, die im Teenageralter ist und sich ganz typisch mit der Selbstfindung, der Trennung der Eltern und dem Thema Jungs auseinandersetzt. Auf den ersten Seiten lernt man gleich Julis beste Freundin Whoopi kennen. Die beiden sind unzertrennlich und eigentlich ist Juli mehr bei Whoopi als zu Hause bei ihren Eltern, denn dort hält sie es einfach nicht aus. Ihre Eltern sind sehr wohlhabend und sind nicht sehr interessiert an dem was sich in dem Teenagerleben ihres Kindes abspielt. Eigentlich interessieren sie sich nur für gute Noten, die Juli sowieso immer mit nach Hause bringt. Als Juli eines Tages mal wieder an ihrem Lieblingsort, eine Lichtung, über alles nachdenken möchte, passiert etwas seltsames. Sie ist zum ersten mal nicht alleine an diesem Platz und es kommt noch seltsamer. Der Junge, den sie dort trifft, scheint völlig verwirrt und benimmt sich wie von einem anderen Stern. Was genau mit diesem Jungen ist, müsst ihr schon selbst lesen, sonst wäre der spannendste Teil schon verraten.

Tanya Stewner 2
Zu Beginn muss ich ehrlich sagen, dass ich das Buch doch eher für etwas jüngere Leser eingeschätzt habe. Der ganze Teenagerkram den Juli in der Schule und mit ihrer besten Freundin erlebt – vielleicht bin ich da mittlerweile etwas zu alt zu. Aber als Juli dann auf Anjano trifft, wird es sehr interessant. Als Leser überlegt man die ganze Zeit wo Anjano herkommen könnte und aus welcher Zeit er genau stammt. Klar, dieses Zeitreiseding gibt es mittlerweile schon in sehr vielen Geschichten, aber Tanya Stewner macht doch etwas ganz eigenes daraus. So bekommt das Buch auch sehr viel Tiefe. Es geht viel um Schicksal und um die Entwicklung der Dinge. Zu gerne würde ich euch den Twist der Geschichte verraten, denn der war für mich wirklich unerwartet und ganz klasse gemacht! In einem Jugendbuch trifft man meiner Meinung nach einfach selten auf so viel Ernsthaftigkeit und Tiefgang. Dieses Zeitreiseding, wie ich es gerade so schön genannt habe, hat Tanya Stewner nämlich mal ganz clever genutzt und man bekommt einen ganz anderen Blickwinkel als in anderen Zeitreiseromanen. Außerdem kann man auch wirklich viel für sich selbst aus „Der Sommer in dem die Zeit stehenblieb“ mitnehmen. Juli hat zum Beispiel ihre ganz eigene Taktik um mit bösen Gedanken und schlechten Gefühlen umzugehen, die einen eigentlich gar nicht mehr loslassen. Ich möchte euch hier gerne mal eine Stelle auf Seite 16 zitieren:

„Zum Glück hatte ich ein Abwehrsystem für unerwünschte Gedanken. Sobald ich bemerkte, dass sich etwas in meinen Kopf geschlichen hatte, das ich da nicht haben wollte, nahm ich meinen imaginären Minigolfschläger und schlug den bösen Gedanken wie einen Golfball in ein tiefes Loch. Je nach Schweregrad des Gedankens stellte ich zusätzlich eine Gießkanne auf das Loch, so dass der Ball/Gedanke nicht wieder herauskommen konnte.“

Das ganze Buch ist mit solchen Dingen ausgeschmückt, was ich wirklich gut finde, denn die Zielgruppe – Teenager – kann hier auf jeden Fall einiges für ihr Selbstbewusstein mitnehmen. Ich hätte noch so vieles mehr zu diesem Buch zu schreiben, aber weil es ja spannnd bleiben soll, möchte ich nicht zu viel verraten und beende meine Rezension an dieser Stelle. Für mich ist Tanya Stewner’s neustes Werk ein ganz klarer 5-Sterne Kandidat. Schreibt mir gerne in den Kommentaren wie euch das Buch gefallen hat und was ihr von meinen Fotoversuchen haltet.

Theresa

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7 Kommentare

Franzi 13. April 2015 - 19:47

Also vom Cover her ansprechend finde ich es, aber so Teenagergeschichten. Nun ja, bin ich auch zu alt zu… obwohl manchmal, wenn die Story stimmt, mich auch das nicht stört! 😉
Liebe Grüße

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meineschokoladenseite 13. April 2015 - 23:45

Ja das mit dem Teenagerkram war auch mein Bedenken. Aber ich kann dir sagen, nach den ersten paar Seiten ändert sich das Ganze und es lohnt sich wirklich das Buch zu lesen. Ich habe einiges für mich daraus mitnehmen können. Vielen Dank für dein Kommentar 🙂

Liebe Grüße zurück

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Hanne 13. April 2015 - 22:35

Wunderbarer Post und ganz toll gemacht mit den Fotos. Ich habe das Buch ja auch schon gelesen und rezensiert (obwohl älter als das angesprochene Lesealter) war ich wirklich begeistert! Ein Fünf-Sterne-Buch, so wie du es schon geschrieben hast
LG Hanne

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meineschokoladenseite 13. April 2015 - 23:52

Dankeschön für deinen Kommentar! Freut mich sehr, dass dir meine Fotos gefallen. Dafür habe ich auch etwas länger gebraucht und war mit der Harke am „Bücher-angeln“. Die Nachbarn haben sich bestimmt ihren Teil gedacht 😀 Durch deine tolle Rezension bin ich eigentlich erst auf das Buch gestoßen. Du hast mich richtig neugierig auf Tanya Stewners Geschichte gemacht. 🙂

Liebste Grüße

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Marysol Fuega 18. April 2015 - 19:47

Hallo meine Liebe,

erst einmal: tolle Bilder!!! *-*
Uuuund… du hast bei meinem Gewinnspiel gewonnen – schickst du mir bitte deine Adresse via E-Mail?

marysol.fuega@gmail.com

LG, Mary <3
http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2015/04/nebelring-das-lied-vom-oxean.html

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Paleica 29. April 2015 - 15:45

also ich finde eigentlich gleich das erste bild am schönsten. und die geschichte hört sich spannend an. ich bin unlängst auch über ein buch gestolpert, das wohl eher ein jugendbuch ist, das mir aber trotzdem viel lesevergnügen bereitet hat. bei fantasyliteratur überschneidet sich das ja alles immer ein wenig.

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meineschokoladenseite 29. April 2015 - 17:58

Vielen Dank für deinen Kommentar. Ja so im Nachhinein ist das auch mein Favorit unter den Bildern. Ich finde, wenn man einmal so viele Bilder von einem Motiv gemacht hat, kann man direkt danach immer so schwer aussortieren. Da brauche ich eigentlich immer zeitlich etwas Abstand 😀

Liebste Grüße

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